Bericht zur Gemeinderatssitzung am 02.02.2026 im Sitzungssaal des Rathauses
Die erste Gemeinderats-Sitzung im Jahr 2026 fand vor vollem Hause statt. Vermutlich waren es die TOP’s 04 (Bericht des Heimatpflegers) und TOP 05 (Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges) welche das Interesse der Bevölkerung weckte. Von der Presse wohnte Hr. Fiedler der Sitzung bei. Aus dem Gremium fehlte entschuldigt Koll. Kupfer.
Aus Bürgerfragestunde kam von Hr. Prötzsch der Vorschlag, die Laufzeit der Straßenlaternen zu überprüfen. Es ist bereits hell und die Lampen laufen dennoch eine gute halbe Stunde nach. Da scheint mit den Sensoren etwas nicht zu stimmen, so der Bgm., er werde beim Bayernwerk nachfragen.
Bei der Genehmigung der Tagesordnung wurde von Koll. Garcon bemängelt, dass unser UWG-Antrag zur Prävention bei Hochwasserereignissen nicht auf die Tagesordnung genommen wurde. Der Bgm. meinte für den Antrag sei der Abwasserzweckverband zuständig. Bei der nächsten Sitzung ist es ein TOP. So wurde die Tagesordnung nur mit 14:2 Stimmen genehmigt. Koll. Garcon und ich stimmten dagegen.
TOP 1: Die Niederschrift wurde mit 15:0:1 Stimmen genehmigt. Eine Enthaltung wegen Abwesenheit.
TOP 2: „Information des Bürgermeisters“, trug der Bgm. vor:
RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben; sind Förderrichtlinien des Freistaates Bayern zur finanziellen Unterstützung von Kommunen bei Projekten der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und des Hochwasserschutzes.) Die Förderung will man mit WZV und Gemeinde Heroldsbach angehen.
Weitere Förderung wäre möglich bei
- Sanierung von Trinkwasserleitungen
- Abwasserkanäle
- Kläranlagen
- Pumpwerke
Straßen / Schlaglöcher
Erfreulicherweise fand unser Foto vom Flyer über das Loch in der Thurner Straße Einzug in die Sitzung. Morgen, 03.02.2026, soll Kaltasphalt aufgetragen werden. Im übrigen sei der Wasserzweckverband zuständig, da es sich um einen Schieber handelt. Meiner Meinung nach kann er die Kosten den WZV auferlegen, als Bgm. und somit Verantwortlicher für die Gemeinde, muss aber er handeln! Jetzt werden einzelne Straßen angegangen mit Sanierungsplan
Nahwärme
- die restlichen Rohre sind erst ab 5 Grad verlegbar
- die erste Wärme-Lieferung erfolgt nach der Heizperiode (April bis Oktober)
- die Kosten für die Vergaben blieben unter der Schätzung
- die Preise an die Anschlussnehmer können angeblich gehalten werden
- die gemeindliche Bürgschaft ist natürlich kein Problem
- im März wird der Pufferspeicher und der Kamin eingebracht
- und zu guter letzt werden die Preise jetzt nicht angehoben
Gemeindezentrum
- Abstimmung zu Restarbeiten am Mittwoch
- in der KW8 (16.02.2026) sollte alles fertig sein
Zur Thematik Jugendraum
- Die Umfragen bei den 8-18jährigen brachte viele Rückmeldungen (Fernseher, Musikbox usw.)
- Ob Raum wirklich für Feiern genutzt werden kann, muss geprüft werden
Geh- Radwegbrücke
Das Einheben der 3 Brückenteile ist für Ende März / April geplant.
TOP 3: Unter dem TOP „Öffentliche Bekanntgabe der in der nicht-öffentlichen Sitzung gefassten Beschlüsse“ wurde die Vergabe der Tische und Stühle für das Mehrzweckgebäude bekannt geben, ferner die Übergabe von Unterschriften für den Erhalt der alten Schule in der Kirchenstraße 22 in Wimmelbach.
TOP 4: Eines der Highlights dieser Sitzung dürfte der Bericht unseres Heimatpflegers Gerhard Batz gewesen sein. Dieser Vortrag beruhte auf einen Antrag von uns, da sich seit der letzten Berichterstattung (08.11.2021) viel getan hat.
Aus dem angekündigten Halbe-Stunde-Vortrag wurde eine ganze, so wie man unseren Heimatpfleger kennt. Aber keine Sekunde langweilig. Zum Abschluss seines Vortrages wies unser Heimatpfleger Gerhard Batz noch auf sein Alter von 75 Jahren hin und das man sich langsam auf die Suche nach einem Nachfolger oder -in begeben sollte.
TOP 5: setzte das zweite Highlight dieser Sitzung. Unser HLF20 (steht für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und die 20 gibt die Leistung der Feuerlöschkreiselpumpe in 100 Litern Wasser pro Minute bei 10 bar an) der Häusner Feuerwehr ist in die Jahre gekommen. Genauer gesagt 25 Jahre alt. Da werden auch die benötigten Ersatzteile knapp. Das Ersatzfahrzeug kommt auf gute 650 000 Euronen, abzüglich einer möglichen Fördersumme von 150 000 €. Die Lieferzeiten betragen derzeit 12-24 Monate. Interessant dazu die Tatsache, dass bereits im Jahre 2023 der Beschluss zur Neuanschaffung im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes gefallen ist. Der Betrag muss dann im Planhaushalt 2027 oder 2028 eingepflegt werden.
Wegen der bekannten katastrophalen Haushaltslage fragte Koll. Garcon an, ob man nicht mit anderen Feuerwehren eine Art Sammelbestellung mit der dazugehörigen Rabattirung anstoßen sollte. Vom Bgm. kam dazu, dass die Ausschreibung sowieso veröffentlicht werden muss und je detaillierter die Ausrüstung desto schwieriger eine andere Gemeinde zu finden die das gleiche benötigt.
Koll. Lindner erkundigte sich nach dem Verkaufserlös des alten Fahrzeuges und ob es schon in der Finanzplanung drin ist. Der Bgm. antwortete, dass er es nicht abschätzen kann, was das alte Fahrzeug wert ist und in der Bedarfsplanung steht der Betrag schon drin.
So lautete der Beschlussvorschlag, welcher einstimmig angenommen wurde: Der Bürgermeister wird beauftragt beim Kreisbrandmeister die Zustimmung für dieses Vorhaben einzuholen. Damit wird bei der Regierung der Zuschuss beantragt, zusammen mit der Feuerwehr ein Fahrzeug konfiguriert und dann eine Ausschreibung für das Fahrzeug mit einem externen Anbieter durchgeführt. Die nötigen Zwischenschritte wie Ausschreibung im Staatsanzeiger usw. werden natürlich dabei eingehalten.
TOP 9: Unter „Tagesordnungsergänzungen und Anfragen“ trugen vor:
Koll. Garcon:
Können wir Zahlen zur Nahwärme haben und könne wir die dann veröffentlichen?
Haushaltszahlen beim Gemeindezentrum, hier hätte man gerne ein Update, Plan, Ist, Fertigstellung (Das Thema Fertigstellungstermin Gemeindezentrum — erst letztes Jahr für 02/2026 angekündigt — jetzt angabegemäß 04/2026. Meine Zweifel waren und sind somit berechtigt. Das wären dann seit 2019 — 7 Jahre Bauzeit.
Im Übrigen der Forchheimer Rathauskomplex hat ungefähr eine ähnliche Zeitdauer in der Erstellung bzw. Umbau wie unser Rathaus. Allerdings hat Forchheim ganz andere Herausforderungen vor der Brust als der aus meiner Sicht doch einfache Umbau unseres Rathauses. Bsp.weise sind hier über 360.000 Exponate von archäologischem Wert sichergestellt worden. Das alte Fachwerk insbesondere der Dachstuhl aus dem 15. und 16. Jhr. sind dann zusätzliche Herausforderungen.
Die Zahlen auf der Homepage sind uralt (häufig von 2016)
Dazu die Antworten vom Bgm.:
- Homepage schauen wir uns an
- Haushaltszahlen stehen ja im Haushalts Bericht drin (dadurch öffentlich)
- Fertigstellung GZH: 19.4. ist eine Veranstaltung geplant bis dahin muss alles abgenommen sein
- Nahwärme: Zahlen werden geliefert, kann er heute nicht liefern
- Bauzeit 7 Jahre – ist doch super (Bernd hat mglw. Die Ironie nicht verstanden)
Koll. Kemeth:
- Plakattierungsverordnung nicht auffindbar weder im RIS oder woanders
- Bezüglich des anstehenden Bürgerentscheides den Willen der Wimmelbacher zu berücksichtigen
Koll. Mauser:
- Immer die gleichen Ecken wo nicht geräumt wird, v.a. Unbebaute Grundstücke
- Neuralgisch bei Lohe V Zuweg
Koll. Brandmeier:
- Frage ob der Greifenhof für Veranstaltungen freigegeben ist, da letzthin eine größere Party bis in die Nachtstunden hinein gefeiert wurde. -> NEIN- nur Standesamt, so der Bgm.
Koll. Kraus:
Sie sprach dem Bauhof und der Feuerwehr großes Lob für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Schneemassen aus.
Aus der nicht-öffentlichen Sitzung darf von neuem Personal für die Gemeindeverwaltung berichtet werden. Es kommt eine Frau Laura Leuker als Ersatz für eine gekündigte Mitarbeiterin und Frau Alexandra Heinlein als Schwangerschaftsvertretung.
Die Sitzung fand um 20.41 Uhr ihr Ende. Die nicht-öffentlichen Sitzung schloss um 21.35 Uhr.
GR Georg Brandmeier







